I Curriculare Analyse

Lernfeld 06

Ausbildungsjahr: 2

Zeitrichtwert: 100 Stunden

Redaktion:

Planungsteam OSZ BW II

Ansprechpartner:

Herr Jendis
Herr Zühlke

Version: 12  
Datum: 2015-03-03
Zuletzt bearbeitet von: Joel Hillmer

Werteströme erfassen und beurteilen

Kompetenzdefinition nach KMK-RLP:

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren mit den Kategorien Güter, Geld und Informationen systematisch Werteströme ihres Betriebes anhand von Belegen, die im Rahmen der Geschäftsprozesse entstehen.

Sie informieren sich über die rechtlichen Anforderungen an eine ordnungsgemäße Buchführung (Handelsgesetzbuch, Abgabenordnung, Umsatzsteuergesetz).

Die Schülerinnen und Schüler (SuS) strukturieren zeitliche und organisatorische Abläufe zur Bearbeitung der Belege unter Berücksichtigung der betrieblichen Rahmenbedingungen. Die SuS kontieren Eingangsrechnungen von Sachgütern und Dienstleistungen und dokumentieren die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle. Sie nutzen das aufwandsrechnerische Verfahren beim Einkauf von Handelswaren und buchen Ausgangsrechnungen aus deren Verkauf. Sie buchen die notwendigen Zahlungen unter Berücksichtigung von Skonto. Sie führen Stornobuchungen (Rücksendung) durch. Sie erfassen buchhalterisch Wertminderungen von Anlagegütern. Sie berücksichtigen die Umsatzsteuer und erstellen Umsatzsteuervoranmeldungen.

Die SuS vergleichen die Ergebnisse aus der Finanzbuchhaltung mit den tatsächlichen Bestandswerten und klären den Korrekturbedarf.

Sie ermitteln den Erfolg des Betriebes und beurteilen dessen Auswirkungen für die Bilanz. Sie berechnen die Eigenkapitalrentabilität des Betriebes und bewerten mit den gewonnenen Daten die Wirtschaftlichkeit des Betriebes. Sie arbeiten konzentriert, verantwortungsbewusst und sorgfältig.

Die SuS durchdenken ihre Tätigkeiten in der Finanzbuchhaltung hinsichtlich Genauigkeit, Vollständigkeit und Korrektheit. In der retrospektiven Konfrontation mit dem Geleisteten hinterfragen sie ihre Konzentrationsfähigkeit und ergreifen bei Bedarf Maßnahmen, diese zu verbessern.

Curriculare Funktion:

Stellenwert des Lernfeldes für den Entwicklungsprozess der Lernenden über die Lernfelder hinweg

Nachdem die SuS bereits in den bisherigen Lernfeldern immer wieder die Wertschöpfungsdimension betrieblicher Prozesse thematisiert, sich das Allgemeine Unternehmensmodell erschlossen, über den Erfolgsbeitrag von Geschäftsvorgängen reflektiert, sich mit dem Gewinnbegriff auseinandergesetzt und auch Preise kalkuliert haben, nachdem ihnen Bilanz und GuV ebenfalls bereits begegnet sind und sie sich damit deutend und interpretierend auseinandergesetzt haben, werden diese Teilaspekte des Rechnungswesens im Lernfeld 6 aufgegriffen und erstmals systematisierend zusammengeführt. Dabei stehen die externe Rechnungslegung mit der Finanzbuchhaltung und dem Jahresabschluss im Mittelpunkt. Damit wird zugleich auf die Unternehmensperspektive fokussiert und die betrieblichen Prozesse werden in den Gesamtzusammenhang der Unternehmung gestellt.

In den Lernfeldern 9 und 10 werden zu diesem Lernfeld ergänzende Aspekte des Wertschöpfungsprozesses aufgegriffen, reflektiert und systematisiert. Im Lernfeld 9 werden die Zahlungsströme der Unternehmung thematisiert, wobei die Perspektiven der kurz- und mittelfristigen Liquiditätssicherung und der Finanzierung im Vordergrund stehen sollen. Im Lernfeld 10 werden Aspekte des betrieblichen Rechnungswesens bzw. der Kosten- und Leistungsrechnung im Zusammenhang mit der Planung, Steuerung und Kontrolle betrieblicher Prozesse im Mittelpunkt stehen.

Was ist der besondere Schwerpunkt und Beitrag dieses Lernfeldes?

Zentraler Gegenstand des Lernfeldes 6 ist das System der Finanzbuchhaltung im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss (Bilanzierung). Dieses soll aus seiner Funktion der externen Rechnungslegung gegenüber unterschiedlichen Anspruchsgruppen und deren Informationsbedarfen heraus erarbeitet werden.

Der Bezug zu internen Kontroll- und Steuerungsfunktionen soll angemessen berücksichtigt werden; es soll aber auch der Unterschied zwischen externer Rechnungslegung und betrieblichem Rechnungswesen deutlich sein.

Ausgehend von einer Betrachtung laufender Geschäftsvorfälle im AUM soll die Notwendigkeit einer laufenden Erfassung und strukturierten Dokumentation und Analyse betrieblicher Vorgänge erarbeitet werden. Die Schüler sollen erkennen, dass für eine umfassende Darstellung des Geschäftsverkehrs das AUM ungeeignet ist und dass dieses über ein System von Konten besser zu leisten ist.

Die SuS sollen wissen und verstehen, dass die Unternehmung zur Rechnungslegung und Buchführung gesetzlich verpflichtet ist und dass hierbei ein verbindliches Regelsystem zu beachten ist.

Die SuS sollen den Charakter, die Funktion und die Struktur der Bilanz verstehen und wissen, dass es sich dabei um die stichtagsbezogene Gegenüberstellung der materiellen Unternehmensressourcen und ihrer Finanzierungs­quellen (Mittelverwendung, Mittelherkunft) handelt. Sie sollen verstehen, dass und wie eine Bilanz über die Inventur entsteht und sie sollen dabei insbesondere erkennen, dass Aspekte der Bewertung von Aktiva und Passiva eine große Rolle spielen. Sie sollen erkennen, welche Bereiche des AUM von der Bilanz abgedeckt werden und dass der Leistungsprozess durch die Bilanz nicht abgebildet wird.

Die SuS sollen am Beispiel der GmbH den Charakter des Eigenkapitals in Abgrenzung zum Fremdkapital verstehen.

Die SuS sollen erkennen, dass die Finanzbuchhaltung eine buchmäßige Fortschreibung der Veränderungen der Vermögens- und Schuldenpositionen zwischen zwei Bilanzstichtagen in Kontenform ist. Sie sollen den Unterschied zwischen Bestands- und Erfolgsvorgängen bzw. Bestands- und Erfolgskonten verstehen. Sie sollen eine GuV erstellen und interpretieren können und sie sollen wissen, wie mit dem ausgewiesenen Gewinn betriebswirtschaftlich zu entscheiden und buchhalterisch zu verfahren ist. Sie sollen in der Lage sein, eine GuV auf das Allgemeine Unternehmensmodell zu beziehen und erkennen, dass die GuV das Ergebnis des Wertschöpfungsprozesses der Unternehmung modelliert.

Die SuS sollen die idealtypische Logik der doppelten Buchführung verstehen. Sie sollen einen Geschäftsgang von der Darstellung der Bilanzpositionen im Kontensystem, der laufenden Buchung der Geschäftsvorfälle auf Konten über die vorbereitenden Abschluss­buchungen bis zu den Abschlussbuchungen nachvollziehen und in einfacher Form selbst durchführen können. Sie sollen verstehen, dass und wie im Jahresabschluss ein Abgleich zwischen Buchwerten und Istwerten erfolgt.

Die SuS sollen wissen, in welcher Weise in einer Unternehmung Geschäfts­vorfälle realbuchhalterisch erfasst werden. Sie sollen das System von Grundbuch, Hauptbuch und Nebenbüchern verstehen und in der konkreten Struktur eines EDV-Buchführungssystems wiedererkennen können. Sie sollen das Prinzip der Parallelbuchung verstehen und erkennen, dass bereits bei der Datenerfassung unterschiedliche Adressierungen der Datensätze erfolgen.

Die SuSsollen praktisch in der Lage sein, anhand von Belegen regelmäßige Geschäftsvorfälle (einschließlich Stornobuchungen) verständig (einsichtig) zu kontieren und zu buchen. Siesollen vorbereitende Abschlussbuchungen und Abschlussbuchungen durchführen können und dabei den Abgleich von Buch- und Bestandspositionen erkennen.Die SuS wenden dabei durchgängig die Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung an. Die SuS sind in der Lage, die mit den Geschäftsvorfällen verbundenen Wertströme und die Ergebnisse der Buchführung anhand des AUM darzustellen und wirtschaftlich sinnvoll zu interpretieren.

Inwiefern schließt das LF 6 an vorherige LF an oder bereitet auf nachfolgende vor bzw. wird durch nachfolgende LF weitergeführt?

Anknüpfung an:

LF 1/2:         
In LF 1/2 sind das AUM und die Wertschöpfungsdimension betrieblicher Prozesse grundlegend eingeführt. Die SuS haben eine Bilanz und eine GuV ihres Modellunternehmens als dessen Visitenkarte kennengelernt. Der Gewinn- und der Kostenbegriff sind auf alltagssprachlicher Ebene angesprochen.

Die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen gemäß HGB und Abgabenordnung sind in LF 2 behandelt worden. 

LF 3:

Im LF 3 wurde der Wertschöpfungsbeitrag im Gesamtzusammenhang der Auftragsbearbeitung thematisiert. Der Gewinnbegriff tauchte auf, eine erste kurzfristige Erfolgsrechnungwurde durchgeführt. Buchhaltung und KLR tauchen als Tätigkeiten im Zusammenhang des Auftragsbearbeitungsprozesses auf (noch nicht die Systematik der Buchführung).

Die Idee eines Journals/Grundbuchs wurde deutlich, die Frage der weiteren systematischen Auswertung der Daten in der Finanzbuchhaltungund der KLR wurde aufgeworfen, aber noch nicht vertieft. 

LF 4:
Im LF 4 wurde der Beitrag der Beschaffung für den Wertschöpfungsprozess in unterschiedlichen Zusammenhängen thematisiert: „Der Gewinn liegt im Einkauf“, Beschaffungskosten, Beschaffungskalkulation.

Weiterführung in:

LF 9:
Fokussierung der finanzwirtschaftlichen Sphäre, d. h. der Zahlungsströme im AUM; kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung und Kontrolle (Cash-Management); Finanzierung im Zusammenhang mit Investitionen; Liquiditätskennzahlen dynamisch und statisch; strukturelle Verbesserung der Liquidität mit Bezug zur Bilanzstruktur 

LF 10:

Kosten- und Leistungsrechnung in Abgrenzung zur Finanzbuchhaltung;Informationsnotwendigkeit für die KLR;Herkunft der Daten aus der Geschäftsbuchführung

Zentrale Prozesse, relevante Prozessvarianten, Prozessschritte und Tätigkeiten der betrieblichen Praxis

Für die Einführung in die Finanzbuchhaltung ist das klassische System der Buchführung von der Bilanzierung über die Logik des Fortschreibungssystems Doppik bis hin zum Jahresabschluss und dem Abgleich der beiden Rechenwerke Bilanz und Finanzbuchhaltung zentral und deshalb kann auch der idealtypische Geschäftsgang als Kernprozess dargestellt werden.

Prozessvarianten

  • Mitbuchung der Nebenbücher und der Kostenstellen (Verknüpfung zu LF 9 und 10)
  • Auftreten von Buch-Ist-Differenzen und Korrekturbuchungen
  • Bewertung und Bilanzoptimierung

 

Überblick über die im Lernfeld angesprochenen Kompetenzdimensionen

(Akzent einer Subdimension in diesem Lernfeld = kfmn-clear2)

ibb sik pla
iuk bwp wuc
ren
syv
1 2 3 4 1 2 3 4 1 2  3 4 1 2 3 4 5 6 7 1 2 3 4 5 6 1 2 3 4 1 2 3 4 5 1 2
bk-orange bk-orange bk-orange bk-orange bk-grau bk-grau bk-grau bk-grau bk-grau bk-grau bk-grau bk-grau bk-grau bk-grau bk-grau bk-grau bk-grau bk-grau bk-grau bk-grau bk-grau bk-rot bk-grau bk-grau bk-rot bk-turk bk-turk bk-grau bk-grau bk-schwarz bk-grau bk-grau bk-grau bk-grau bk-lila bk-lila

Kompetenzen Wissensbasis
ibb

1 Berufliche Identität und Berufsrolle

Die SuS erkennen im Zahlenwerk von Bilanz und Buchführung, dass sie als Kaufleute mit dem Vermögen anderer geschäftlich tätig sind, sie erkennen die daraus erwachsende Verantwortung und sind bereit, diese wahrzunehmen.

Die SuS erkennen die unterschiedlichen Anspruchsgruppen der Unternehmung und verstehen, dass eine ehrliche Rechnungslegung Voraussetzung eines fairen Interessenausgleichs ist.

Die SuS können konzentriert, verantwortungsbewusst und sorgfältig arbeiten. 

  • Privatvermögen, Geschäftsvermögen

  • Kapitalanlage, Renditeerwartung, Risiko

  • Eigenkapitel, Fremdkapitel

2 Berufsethos

Die SuS können die Prinzipien eines ehrbaren Kaufmanns auf die Bilanzerstellung und die Finanzbuchhaltung beziehen. Sie wissen um die Möglichkeiten der Bilanzfälschung und der falschen Buchführung und Rechnungslegung, erkennen die dahinter stehenden Interessenkollisionen und fühlen sich einer ehrlichen Rechnungslegung verpflichtet.

  • Ehrbarer Kaufmann, Kaufmannstugenden

  • Bilanzfälschung

3 Gesundheitsförderung

Die SuS erkennen, dass ihre und die Gesundheit der anderen Mitarbeiter und auch der Geschäftspartner ein immaterielles Gut ist, das bei der Rechnungslegung nicht berücksichtigt wird und dennoch auf mittlere Sicht den Geschäftserfolg beeinflusst.

Die SuS können ihre Konzentrationsfähigkeit einschätzen und bei Bedarf Maßnahmen zur Konzentrationssteigerung ergreifen.

  • Immaterielle Güter, Aussagegrenzen der Bilanz

  • Konzentrations- und Entspannungstechniken

4 Berufsbildung und berufliche Perspektive

Die SuS haben eine Vorstellung von den Tätigkeiten und beruflichen Spezialisierungen im Bereich der Finanzbuchhaltung. Sie kennen den Anteil an Routinetätigkeiten, den Automatisierungsgrad und die Entscheidungsspielräume der unterschiedlichen Funktionen im Buchhaltungsbereich.

  • Bilanzbuchhalter, Automatisierung, Outsourcing

bwp

3 Finanzierung und Investition

Die SuS verstehen, dass die Bilanz Aufschluss über die Mittelherkunft und die Mittelverwendung gibt und dass sich damit die beiden Dimensionen Finanzierung und Investition in ihr spiegeln.

Sie erkennen, dass über Kennzahlen Aufschluss darüber gewonnen werden kann, wie solide ein Unternehmen finanziert ist.

  • Eigenkapitalrentabilität, Wirtschaftlichkeit

6 Bürowirtschaft

Die SuS können den zeitlichen und organisatorischen Ablauf der Belegbearbeitung in der Buchhaltung beschreiben. Sie erkennen den Zusammenhang zwischen der routinemäßigen Datenerfassung in chronologischer Reihenfolge und den verschiedenen Auswertungssystemen.

Sie kennen die relevanten Ordnungs- und Ablagesysteme und können mit diesen regelkonform arbeiten.

  • Belegarten

  • Rechnungsprüfung (sachliche und rechnerische)

  • Arbeitsprozesse in der EDV-Buchhaltung

  • Ordnungs- und Ablagesysteme

wuc

1 Wertschöpfungsprozesse verstehen

Die SuS sind in der Lage, Geschäftsvorfälle der Unternehmung aus der Wertperspektive zu beschreiben und zu analysieren und sie sind in der Lage, die damit verbundenen Wertströme anhand des Allgemeinen Unternehmensmodells darzustellen und wirtschaftlich sinnvoll zu interpretieren. Sie verstehen, dass diese Sicht und die damit gewonnen Daten grundlegend für die Steuerung und Kontrolle betrieblicher Prozesse auf  allen Ebenen sind. Sie wissen, dass dabei das Wirtschaftlichkeits- und das Rentabilitätskonzept zentrale Optimierungskriterien sind, und sie sind in der Lage, diese zu erläutern und auf konkrete Situationen anzuwenden.

  • Geschäftsvorfall, Wertströme im AUM

  • Äquivalenzprinzip

  • Wirtschaftlichkeit, Rentabilität

  • Wirtschaftliches Prinzip

2 Finanzbuchhaltung und Jahresabschluss

Die SuS kennen und verstehen die Funktionen und potenziellen Adressaten des externen Rechnungswesens im Vergleich zum Funktionskreis des internen Rechnungswesens, und ihnen ist darüber hinaus bekannt und einsichtig, dass das externe Rechnungswesen über einschlägige Gesetze normiert ist und strengen Regelungen unterliegt.

Die SuS kennen das Instrument der Bilanz; sie können deren Zustandekommen erläutern (Inventur, Inventar, Bewertungen, Jahresabschluss) sowie die Struktur der Bilanz und den Inhalt der wesentlichen Bilanzpositionen (z. B. Fuhrpark, Handelswaren) erläutern.

Sie sind in der Lage, den Aussagebereich der Bilanz auf das AUM zu beziehen. Sie können darauf bezogen auch den Aussagebereich und die Struktur der GuV erläutern und dabei insbesondere auch zwischen der betrieblichen und der Unternehmensperspektive unterscheiden.

Die SuS erkennen, dass die GuV im Kern ein Abbild des betrieblichen Leistungsprozesses ist.

Die SuS kennen und verstehen die Finanzbuchhaltung als Kern des externen Rechnungswesens und als eine laufende Fortschreibung der Vermögens- und Schuldenpositionen über das Geschäftsjahr hinweg. Sie wissen, dass die Finanzbuchhaltung die Vermögens- und  Finanzierungssituation der Unternehmung sowie deren Erfolgssituation in aggregierter Form abbildet. Sie kennen das Kontensystem der Industriebuchführung und sind in der Lage, einen Geschäftsgang über die Buchungen der laufenden Geschäftsvorfälle bis zu den vorbereitenden und Jahresabschlussbuchungen nachzuvollziehen und am vereinfachten Beispiel selbst durchzuführen.

Die SuS wissen, welche rechtlichen Anforderungen das HGB, die AO und das UStG an eine ordnungsgemäße Buchführung stellen.

Die SuS können übliche Buchungsbelege identifizieren und erfassen. Sie können einfache Einkaufs- und Verkaufsprozesse inkl. Umsatzsteuer im AUM erläutern, diese kontieren und buchen. Sie können den Kauf von Anlagevermögen finanzbuchhalterisch erfassen im Unternehmensmodell darstellen und buchen. Die Schüler können Umsatz- und Zahlungsvorgänge auf Debitoren- und Kreditorenkonten buchen. Sie erkennen, dass die Werte der Debitoren und Kreditorenkonten in der Finanzbuchhaltung in aggregierter Form auftauchen.

Die SuS können Rücksendungen und Nachlässe buchen und Buchungen stornieren.

Die SuS verstehen die Systematik der Umsatzsteuererhebung, können eine Umsatzsteuervoranmeldung erstellen und die einschlägigen Buchungen vornehmen.

Die SuS verstehen die Idee der Abschreibungen, können anhand konkreter Anlagegüter die Abschreibungsbeträge ermitteln, diese kontieren und buchen. Sie erkennen hierbei die Auswirkungen auf die Vermögenspositionen und den Unternehmenserfolg.

Die SuS wenden durchgängig die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung an.

Die SuS können jederzeit die Prozesse und Wertströme hinter den Belegen im allgemeinen Unternehmensmodell darstellen und daraus Buchungssätze ableiten.

Die SuS wissen, wie aus den Inventurlisten ein Inventar aufgestellt wird. Sie können die Ergebnisse der Finanzbuchhaltung mit den Ergebnissen der Inventur abgleichen und ggf. einen Korrekturbedarf feststellen.

Die SuS können mit Hilfe der GuV den Unternehmenserfolg ermitteln und dessen Auswirkung auf die Bilanz beurteilen. Sie verstehen, dass der Unternehmenserfolg auch durch Eigenkapitalvergleich ermittelt werden kann.

Sie sind in der Lage Jahresabschlüsse hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und Eigenkapitalrentabilität zu analysieren. Sie erkennen hierbei auch, dass Bilanzen durch Sondereinflüsse verzerrt werden können und dass diese zur Ermittlung des regelmäßigen Geschäftserfolges herauszurechnen sind.

  • Finanzbuchhaltung als Teil des externen Rechnungswesens

  • Externes vs. internes Rechnungswesen

  • Anspruchsgruppen

  • Inventur, Inventar, Bilanz, Vermögen, Kapital,

  • Bilanzpositionen, Reinvermögen

  • Mittelherkunft, Mittelverwendung

  • Gewinn, Aufwand, Ertrag, Erfolg

  • Kosten und Leistungen (Anfangsverständnis schaffen)

  • Aktiv- und Passivkonten, Bestandskonten und Erfolgskonten, Unterkonten

  • Buchungstechnik (Bestands- und Erfolgskonten), Bu-chungssätze, Kontenplan (IKR)

  • Aufwandsrechnerisches Verfahren

  • Soll, Haben, Saldieren, Kontenabschluss

  • Kontenrahmen, Kontenplan

  • Vorbereitende Abschlussbuchungen

  • Abschlussbuchungen

  • §§ 238 ff. HGB, §§ 145 ff. AO, UStG

  • GOB

  • Beleganalyse

  • Beschaffung von Aktiva

  • Bezahlung unter Berücksichtigung von Skonto

  • Debitoren, Kreditoren

  • Nebenbücher

  • Rücksendungen und Nachlässe unter Berücksichtigung der notwendigen steuerlichen Korrekturen

  • Umsatzsteuer, Vorsteuer, Mehrwertprinzip, Zahllast, Umsatzsteuervoranmeldung

  • AfA, Nutzungsdauer, AfA-Beträge

  • AfA-Tabelle, lineare Abschreibung

  • GOB

  • Inventurverfahren, Inventar

  • Bilanzerstellung lt. HGB (in Hinblick auf LF 9), Kontoabschluss, GuV

ren

1 Rechtsverständnis und Rechtsstruktur

Die SuS wissen, dass Bilanzierung und Finanzbuchhaltung als Teile des externen Rechnungswesens der Interessenwahrung der Gesellschafter, des Staates und der Geschäftspartner der Unternehmungdienen und deshalb strengen rechtlichen Normierungen im Handels- und Steuerrecht unterliegen. Sie kennen die Prinzipien der ordnungsgemäßen Buchführung und richten ihr Handeln daran aus.

  • HGB, AO, UStG

syv

1 Das System Unternehmung in seiner Umwelt verstehen

Die SuS sind in der Lage, die Unternehmung in ihrer wirtschaftlichen Verflechtung mit den Marktpartnern und sonstigen Anspruchsgruppen zu verstehen und zu beschreiben. Sie erkennen, dass das externe Rechnungswesen ein wichtiges Element der Unternehmenskommunikation und der Rechenschaftslegung gegenüber den Anspruchsgruppen ist.

  • Externe Interessengruppen anhand des AUM

2 Verantwortliches kaufmännisches Denken und Handeln

Die SuS erkennen, dass in einer Unternehmung Kapital eingesetzt wird um wirtschaftliche Rendite  als Verzinsung des eingesetzten Kapitals zu erzielen und dass das externe Rechnungswesen Aufschluss über diesen wirtschaftlichen Erfolg gibt. Sie können die Eigenkapitalrentabilität und die Wirtschaftlichkeit der Unternehmung ermitteln und beurteilen.

  • Rentabilität, Eigenkapitalrentabilität

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